Pflege-Ratgeber

Die vier Dinge, an denen es fast immer liegt

Die meisten Zimmerpflanzen sterben nicht an zu wenig Zuwendung, sondern an zu viel Wasser. Wer diese vier Punkte im Blick hat, kommt mit fast jeder Pflanze zurecht.

1. Licht — der wichtigste Faktor

„Hell, aber ohne direkte Mittagssonne" passt für die meisten Zimmerpflanzen. Ein Standort zwei Meter vom Fenster entfernt hat oft nur noch einen Bruchteil der Helligkeit direkt am Fenster — im Winter hilft eine Pflanzenlampe mehr als jeder Dünger.

2. Gießen — Fingerprobe statt Kalender

Feste Gießtage sind der häufigste Fehler. Stattdessen einen Finger zwei Zentimeter tief in die Erde stecken: fühlt sie sich noch feucht an, wird nicht gegossen. Staunässe im Übertopf ist für die meisten Wurzeln tödlicher als eine trockene Woche.

3. Substrat und Topf

Ein Abzugsloch ist Pflicht. Fertige Blumenerde ist für viele Arten zu dicht — ein Anteil Perlit, Blähton oder Rindenhumus verbessert die Durchlüftung deutlich. Umgetopft wird, wenn Wurzeln aus dem Abzugsloch wachsen, in der Regel im Frühjahr.

4. Dünger in der Wachstumszeit

Von etwa März bis September wächst die Pflanze und braucht Nährstoffe; im Winter kaum. Weniger und regelmäßig ist besser als selten und viel — überdüngte Wurzeln verbrennen.

Achtung bei Haustieren

Beliebte Zimmerpflanzen wie Efeutute, Monstera, Drachenbaum, Einblatt oder Dieffenbachie sind für Katzen und Hunde giftig. Wenn Tiere im Haushalt leben, lohnt der Blick in die Artenliste vor dem Kauf — ungiftige Alternativen sind zum Beispiel Grünlilie, Zimmerpalme (Kentia) oder Calathea. Mehr dazu unter Pflanzen-Hinweise.

Dieser Ratgeber wird schrittweise ausgebaut.